Firmengeschichte

Eine kleine Entwicklungsgeschichte des Unternehmens baerio GmbH

Wilhelm Bärio gründete im Jahr 1956 in Berlin-Kreuzberg einen Großhandel für Büroartikel (Wilhelm Bärio Büroartikel) als Einzelunternehmen. Er betrachtete die Selbständigkeit als große Chance, seine unternehmerischen Fähigkeiten zu entfalten. Zuvor arbeitete er als kaufmännischer Angestellter im Bürogroßhandel.

Das Geschäft wuchs in der Zeit des Wirtschaftswunders, einzige Grenze stellten fehlende Arbeitskräfte dar.

1967 erhielt das Geschäftswachstum einen Dämpfer: Der Nachholbedarf der Nachkriegsjahre war vorerst ge-sättigt, so dass sich das Unternehmen neue Kundenkreise erschließen musste.

1979 kam es zur 2. Ölkrise. Dieses Ereignis nahm Bärio zum Anlass, sein Sortiment weit gehend auf ökologisch vertretbare Produkte umzustellen.

Bei den verwendeten Rohstoffen wurde verstärkt darauf geachtet, dass sie zum einen umweltverträglich angebaut worden sind und dass sie sparsam verwendet werden. Die Hilfsstoffe mussten lösungsmittelfrei und biologisch abbaubar sein. Die Produktionsweise der verkauften Artikel sollte Luft, Wasser und Boden mög-lichst wenig belasten (etwa durch Filter, Abwasserreinigung usw.). Bei den fertigen Produkten war die Devise, möglichst wieder verwertbare und sichere, gleichzeitig aber auch langlebige Güter anzubieten.

1981 übernahm Wilhelms Sohn Jochen Bärio die Geschäfte. Größere Investitionen erforderten die Erweite-rung der Kapitalbasis. Jochen Bärio überredete seinen Freund Werner Wandel zur Beteiligung an der Gesell-schaft, ohne jedoch mit dessen Privatvermögen zu haften.

Die beiden gründeten eine KG, die baerio KG. Dadurch erhofften sie sich auch höhere Kredite bei den Banken und bei den Lieferanten.

1985 eröffneten sie wegen der großen Nachfrage eine Filiale in Wilmersdorf.

1990 boomte das Geschäft durch neue Absatzmärkte in der ehemaligen DDR. Allerdings war es häufig sehr schwierig, die Logistik sinnvoll aufzubauen, weil die Infrastruktur teilweise völlig fehlte. Deshalb kam es 1991 zum Aufbau neuer Vertriebsstrukturen in Berlin und Brandenburg. Damit wollte man den Markt in den neuen Bundesländern sichern und gleichzeitig die Chance nutzen, eventuell später einmal noch weiter nach Osten zu expandieren. Die Firmenzentrale wurde nach Prenzlauer Berg verlegt. Der alte Standort blieb Filiale. Eine weitere Filiale in Treptow kam 1993 dazu.

1995 zeigte sich, dass die Umstrukturierung den Absatz stabilisiert hat; aber neue Probleme durch Billiganbie-ter aus dem Ausland im Zuge der einsetzenden Globalisierung zeichneten sich ab. Durch eine starke Umweltorientierung des Sortiments konnten die Umsätze gesteigert werden. Es kamen zwei weitere Filialen dazu.

2002 ging nicht spurlos an der baerio KG vorbei. Starke Umsatzeinbußen und damit einhergehende Liquidi-tätsengpässe zwangen zu neuen Konzeptionen, die beraten und umgesetzt werden mussten. Im Insolvenzfall würde Jochen Bärio wegen der vollen Haftung sein gesamtes Privatvermögen aufs Spiel setzen. Man erwog die Gründung einer GmbH und setzte dieses Vorhaben im September 2003 in die Tat um. Dabei wurde Frau Angelika Ohlsen als neue Gesellschafterin aufgenommen, sie brachte ein breites Know-how, insbesondere im Bereich Marketing, und Auslandserfahrung mit. Gemeinsam mit Herrn Helmut Pauli übernahm sie die Geschäftsleitung.

2014 wurde die neue Zentrale in der Charlottenstraße 13, 10969 Berlin eröffnet. Sie übernimmt zentrale, kaufmännische Funktionen und ist für den Vertrieb an Großkunden zuständig. Die Filialen (Profit-Center) be-liefern weiterhin kleine und mittlere Einzelhändler und führen jeweils ein eigenständiges Lager.

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